Ein junger Unternehmer aus Mittelsachsen sorgt in der Kaffeeszene mit seinem einzigartigen Ansatz bei der Kaffee-Beschaffung und dem Weg zum Endverbraucher für Aufsehen. Nicolas Sihombing, ehemals freiberuflicher Musiker und ehrenamtlicher Co-Pastor, startete 2015 im Alter von 33 Jahren sein erstes Kaffeeunternehmen mit dem Ziel, Spezialitätenkaffees in kleinen Chargen zu rösten. Dieses Ziel an sich ist zwar kein allzu ungewöhnliches Vorhaben, doch er legte großen Wert darauf, dass die Aufzüchter und Anbauer seiner preisgekrönten Bohnen Anerkennung und Unterstützung für ihre Bemühungen erhalten. KAFFEEkostBAR hat sich dem „Zwei-Könige-Prinzip“ verschrieben: Kunden und Kaffeebauern sind die beiden Könige im Lebenszyklus des Kaffees, alle anderen sind nur Zwischenhändler.
Der Direktkaffeehandel scheint eine Bewegung innerhalb des Kaffeemarktes zu sein, die äußerst wertvolle Ergebnisse hervorbringt. Die Annahme, dass ein sachkundiger und geschätzter Kaffeebauer ein besseres Produkt erzeugt, erscheint durchaus berechtigt. Wenn ein Kaffeebauer gerade genug Geld verdient, um davon zu leben, oder gerade so viel, um über die Runden zu kommen – warum sollte man dann erwarten, dass sein Kaffee außergewöhnlich ist oder auch nur das Mindestmaß an Qualität erreicht? Nicolas hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Konzept immer wieder mit seinen erstaunlichen, preisgekrönten Kaffees unter Beweis zu stellen. Indem er den Verkaufspreis von in kleinen Chargen gerösteten Kaffeebohnen direkt mit dem Gewinn für kleine Kaffeebauern verknüpft, belohnt er die Kaffeebauern dafür, dass sie sich besser um die Nährstoffversorgung ihrer Pflanzen sowie um die allgemeine Erntequalität kümmern. Nicolas gibt zudem den Namen des für jede Ernte verantwortlichen Erzeugers auf der Vorderseite seiner Verpackung an – auch dies ist für einen stolzen Bauern ermutigend und lohnend. Auf dem Weg von der Bohne bis zur Tasse gibt es viele Schritte, die bei der Herstellung preisgekrönter Kaffees berücksichtigt werden sollten. Die Wachstums- und Entwicklungsphase des Rohstoffs selbst darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.
Die Vorstellung, dass der Kaffeebauer eine entscheidende Rolle für die Qualität des Endprodukts spielt, ist zwar nicht neu, gewinnt jedoch zunehmend an Aufmerksamkeit und Bedeutung. Fachleute der Kaffeeindustrie wissen, dass zwischen dem Bauern und der Tasse Kaffee viele Ebenen und Zwischenhändler (ob notwendig oder nicht) liegen. Nicolas’ Ansatz besteht darin, all diese Zwischenstufen durch sein eigenes Engagement zu minimieren. Nicolas reist zweimal im Jahr zu Kaffeefarmen und wohnt dort bei den Bauern. Er hört gerne von deren Philosophien und den verschiedenen Anbaumethoden, die sie anwenden, und genießt die Gastfreundschaft der Kaffeebauern, während er sie und ihr Produkt kennenlernt. Nach dem Treffen mit den Bauern bezieht Nicolas diese und ihre Gewinnspanne in seine Geschäftsstrategie ein. Dies schafft eine direkte Verbindung zwischen Kaffeetrinkern und Kaffeebauern und scheint zu einem besseren Produkt zu führen. Wenn ein Bauer für ein besseres Produkt finanziell und ganzheitlich entlohnt wird, wird mehr Aufwand in die Umweltbedingungen und den Anbau seiner Produkte gesteckt.
Angesichts des Erfolgs und der Anerkennung von Nicolas’ Kaffeesorten (Kaffee Batavia) findet das „Zwei-Könige-Prinzip“ zunehmend Beachtung bei anderen Premium-Kaffeeröstern, die ebenfalls die besten Rohstoffe für ihre preisgekrönten Kaffeesorten suchen. KAFFEEkostBAR ist mittlerweile an mehreren Standorten in Deutschland vertreten und verzeichnet mit seiner „Kaffee Batavia“-Linie – bestehend aus von den Erzeugern anerkannten Kleinserienröstungen – große Erfolge. Coffee-Tech Engineering ist stolz darauf, dass Nicolas Sihombing bei seiner Suche nach den besten Röstern für seine preisgekrönten Kaffees den FZ94 Pro-Lab Roaster für seine Forschungszwecke und den Solar Shop Roaster mit dem Avirnaki Smoke Trapping System für seine frische Röstung direkt im Laden gewählt hat. Bei dem Streben nach der perfekten Tasse Kaffee sollte jeder Aspekt berücksichtigt werden. Die Sorgfalt der Erzeuger, die Bodenpflege, der perfekte Erntetag, die Trocknungsmethode, das Röstgerät und die Zubereitungsart sind allesamt wesentliche Aspekte auf diesem Weg. Wird auch nur ein Aspekt außer Acht gelassen, führt dies zwangsläufig zu minderwertigen Ergebnissen. Der nächste Schritt auf dem Weg zur Perfektion in der sich ständig weiterentwickelnden Kaffeeindustrie könnte sehr wohl wieder bei den Erzeugern ansetzen – dort, wo alles ursprünglich begann.
Nicolas und die KAFFEEkostBAR interpretieren das „Farm-to-Cup“-Konzept nach dem „Zwei-Könige“-Prinzip neu, und die Ergebnisse sind beeindruckend. Wenn Sie den „Kaffee Batavia“ probieren möchten, können Sie den preisgekrönten Kaffee auf der Website des Unternehmens bestellen. Sollten Sie sich in Döbeln oder Dresden in Deutschland aufhalten und Kaffee lieben, empfehle ich Ihnen einen Besuch in der KAFFEEkostBAR – dort erwartet Sie vielleicht die beste Tasse Kaffee, die Sie je getrunken haben.
Dank an Nicolas Sihombing für seine Unterstützung
Chris Nance / 23.4.2020












